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Was ist ein Future?

Was ist ein Future?

Ein Future ist ein Terminkontrakt und eine rechtliche Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf eines bestimten Warenvermögens oder Wertpapiers zu einem festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Futures-Kontrakte sind hinsichtlich Qualität und Quantität standardisiert, um den Handel an einer zukünftigen Börse zu erleichtern. Der Käufer eines Terminkontrakts übernimmt die Verpflichtung, den zugrunde liegenden Vermögenswert zu kaufen und zu erhalten, wenn der Terminkontrakt ausläuft. Der Verkäufer des Terminkontraktes übernimmt die  Verpflichtung, den Basiswert zum Ablaufdatum bereitzustellen und zu liefern.

Wie entstanden Futures?

Termingeschäfte sind keine Erfindung moderner Finanzmärkte, sondern lassen sich im Fall von Futures bis in die griechische Antike zurückverfolgen.

In Europa wurden Terminkontrakte ab dem 17. Jahrhundert immer beliebter. Schon damals wollten sich Händler und Produzenten gegen Preisschwankungen absichern.

Welche Arten von Futures gibt es?

Zum einen gibt es sogenannte Futures auf Rohstoffe, die im Allgemeinen als Commodity Futures (oder auch ETCs) bezeichnet werden.

Häufig gehandelte Rohstoffe sind beispielsweise Weizen, Reis, Kaffee, Edelmetalle, wie Gold oder aber Erdöl. Futures bieten somit eine große Auswahl an ihnen zugrunde liegenden Basiswerten an.

Zum anderen existieren sogenannte Financial Futures. Hierzu zählen Futures auf Einzelaktien, Aktienindizes und Devisen.

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Sicherheitsleistung/Margin

Margin meint die Summe, die Sie zur Tätigung eines Futuresgeschäfts oder anderer Termingeschäfte hinterlegen müssen. Das ist nur ein bestimmter Bruchteil des Gesamtwerts des gehandelten Kontrakts. Er wird von der Börse bestimmt und ist für jedes Underlying unterschiedlich. Von Zeit zu Zeit legt die Börse neue Marginsätze fest.

Man unterscheidet zwischen Initial Margin und Maintenance Margin. Initial Margin bezeichnet die Summe, die Sie zur Eröffnung des Geschäfts mindestens auf dem Konto haben müssen. Mit der Maintenance Margin, ab und zu auch Variation Margin genannt, wird die Summe bezeichnet, die Sie beim Halten über Nacht erbringen müssen. Die Hinterlegung wird durch Ihren Broker überwacht. Falls Sie nicht genug Geld zur Eröffnung der Position auf dem Konto haben, wird der Trade blockiert. Wenn Sie die Positionen längerfristig halten und der Betrag nicht für die Maintenance Margin ausreicht, wird Ihr Broker Sie zur Nachschußzahlung auffordern. Diesen Vorgang nennt man „Margin Call“.

Micro Futures

Man sagt der der Handel mit Futures ist die Königsklasse des Tradings und professionelle Händler setzen hauptsächlich auf dieses Instrument. Einige Handelsstrategien, wie das Volumentrading und der Orderbuchhandel, sind nur mit Futures möglich. Viele Tradinganfänger halten Futures aber für kompliziert, riskant und nicht für kleine Konten geeignet. Sie setzen beim Daytrading mit Aktienindizes meist auf Differenzkontrakte (CFDs).

Durch die zu hinterlegende Sicherheitsleistung war dieser Weg bisher tatsächlich nur für Händler mit größeren Handelskonten möglich. Das Problem wurde von der Terminbörse CME bereits 1997 erkannt, damals wurden die e-Mini Futures eingeführt. Sie teilten zum Beispiel den Marginsatz und den Tickwert des „großen“ S&P Futures um den Faktor 50. Durch den starken Anstieg des S&P wurde aber auch das für viele kleine Trader zu viel.

Die wichtigsten Terminbörsen

USA: Chicago Mercantile Exchange, das Chicago Board of Trade und die New York Mercantile Exchange ICE (International Exchange), Atlanta CBOE (Chicago Board Options Exchange), Nasdaq OMX, New York.

Zentral- und Südamerika: BM&FBovespa in Sao Paulo (Brasilien)

Europa: Eurex Terminbörse der Deutschen Börse AG (Sitz in Eschborn),